Das Aquarium

Hole auch Du dir den Zauber tropischer

      Unterwasserwelten nach Hause!

Ein Hingucker in jedem Wohnzimmer

Farbenprächtige Fische im sattgrünen Dschungel einer selbstgeschaffenen Unterwasserlandschaft zu beobachten – ein faszinierendes Abenteuer. Lernen Sie die Natur aus einer neuen Perspektive kennen. Ein Aquarium gibt Ihnen die Möglichkeit, tropische Fische und Pflanzen mit ihren vielfältigen Lebens- und Verhaltensformen bequem im eigenen Wohnzimmer in allen Einzelheiten zu beobachten. Es verschafft Ihnen innere Ruhe, Entspannung und Zufriedenheit. Vor allem für Kinder ist ein Aquarium sehr wertvoll: sie lernen, wie man ein kleines Ökosystem aufbaut und wie man es pflegt. Sie erlangen mühelos Kenntnisse von den Wechselwirkungen in der Natur und lernen gleichzeitig Verantwortung für Lebewesen zu übernehmen. Und spätestens wenn die ersten Jungfische da sind, werden Sie merken: Ein Aquarium wird nie langweilig!

Die 9 Tips zum erfolgreichen Aquarium



Bodengrund - Filter - Heizung - Pflanzen - Fische - Beleuchtung - Pflege - Wasserwechsel - Einrichtung

9Punkte.
Jedem der neu in die Aquaristik stolpert werden diese 9 Tips Geld, Zeit und Nerven sparen. Also habe ich aus meinen Erfahrungen ein paar Grundsätze festgelegt, die für den erfolgreichen Start "Projekt:Aquarium" wichtig sein können.


1. Bodengrund
Verwenden sie Quarzkies mit einer Körnung zwischen 2-4 mm.
Ca. 6-10 cm hoch einfüllen.
Bei dieser Körnung ist eine leichte Wasserzirkulation im Bodengrund möglich, diese bietet den Bakterien ideale „Arbeitsbedingungen“.
Aquarium / Liter
375 Bodengrundhöhe in cm: 8 Gewicht in Kg: 96
160 Bodengrundhöhe in cm: 8 Gewicht in Kg: 51
54 Bodengrundhöhe in cm: 6 Gewicht in Kg: 18

Verwenden Sie einen Bodenfluter um eine optimale Wasserzirkulation im Bodengrund und die bestmögliche biologische Filterung zu erreichen. Zusatzdünger benötigen sie in dem allermeisten Fällen nicht oder nur sehr gering.

Leistung Bodenfluter Für Aquarien von bis Liter:

4 Watt 40 - 60 l /// 8 Watt 60 - 120 l /// 25 Watt 120 - 250 l /// 50 Watt 250 - 450 l
75 Watt 450 - 650 l /// 100 Watt 650 - 1000 l

2. Filter/Heizung
Wählen Sie eine vernünftige Filterung. Der Beckeninhalt sollte ca. 2 bis 2,5-mal pro Stunde durch den Filter gezogen werden. Ergo ist die erforderliche Pumpenleistung bei einem 500Liter Becken 1000 bis 1250Liter pro Stunde. Lassen sie „Schnellfilter“ wenn möglich außen vor. Verwenden sie einen Hamburger Mattenfilter sowie den Bodenfluter. Langfristig werden sie mit diesem System klar überlegen sein und sich über einen extrem stabilen Lebensraum -Aquarium- freuen können. Reinigen brauchen sie den Filter eigentlich nicht, nur wenn kein Durchfluss mehr möglich ist - den Schaumstoff möglichst in ( seperatem! nicht im Aquarium befindlichen) Aquarienwasser leicht ausdrücken oder durchspülen. Die Strömungsgeschwindigkeit: 5 bis 10 cm/Minute sollten möglichst nicht unter- oder überschritten werden. Hier ein paar berechnete Mattengrößen für Becken folgender Größe:
Aquarium Liter: Filter: Mattengröße:
150/50/50 375 750 40x50cm Strömungsgeschwindigkeit 6,2 cm/M.
100/40/40 160 320 40x20cm Strömungsgeschwindigkeit 6,6 cm/M
60/30/30 54 125 20x20cm Strömungsgeschwindigkeit 5,5 cm/M.

Heizung:
Wählen Sie als Heizung einen Stabheizer. Ein halber Watt pro Liter Wasser genügt. Ihre Heizung wird durch den Bodenfluter sehr sinnvoll (ideale Temperaturverteilung) unterstützt.


3. Licht, CO2 und Dünger
Licht ist Leben. Also Licht an, solange es in einem „normalen“ 8-14 Std. Rahmen bleibt.
Die Beleuchtungsarten sind vielfältig. Vollspektrumlampen, Fünfband.- oder HQL-Lampen sind hier sicher die beste Lösung. Experimente sind immer erlaubt führen aber meist zu weniger guten Ergebnissen. Sparen sie also ihr Geld und investieren sie gleich in die „richtige“ Beleuchtung.
Viel Licht viel Wachstum. Viel Wachstum gleich hoher Nährstoffbedarf.
Wenig Licht wenig Wachstum und wenig Nährstoffbedarf.
Arbeiten sie also mit ausgesprochen viel Licht, so können Sie lichthungrige Pflanzen pflegen.
Jedoch sollten sie dann mit CO2 und evtl. speziellem Zusatzdünger arbeiten.
Ich schalte folgenden Licht-Rhythmus: Morgens 5 Stunden dann eine Dunkelpause von 3 Stunden. Danach 6 Stunden Licht. Es ist von Vorteil wenn ihr Becken während der Dunkelphase noch diffuses Licht z.B. Fenster erhält.


4. Wasserwechsel/Reinigung.
Vergessen sie erst einmal alles was sie über Wasserwechsel gehört haben.
Es ist halb so schlimm und weit weniger Arbeit als sie vielleicht denken.
Wechseln sie jede Woche ca. 25% oder alle 14 Tage 50% des Wassers. Fertig.
Saugen sie überschüssigen Mulm ab - aber lassen sie ruhig etwas im Becken - klinisch reine Aquarien „funktionieren“ nicht.


5. Pflanzenarten
Pflanzen können sie alles was sie wollen, solange es eine Wasserpflanze ist.
Artenreichtum ist der Schlüssel zum Erfolg. Jede Pflanzenart braucht bestimmte Nährstoffe und entzieht somit den Algen die Nahrungsgrundlage. Vermeiden sie also Monokultur.
Übrigens: Algen hat jedes Aquarium, lediglich die Art und Menge ist entscheidend. Machen sie sich also keine Sorgen. Ihre "Putzkolonnen" ( z.B.Garnelen,Welse,Schmerlen,Schnecken) werden die Algen schon eindämmen.

6. Einrichtung
Lassen Sie sich mal was einfallen. Die Natur fragt uns ja auch nicht.
Fast alles ist möglich. Selbst-gesammeltes gründlichst reinigen.
Versteckmöglichkeiten nicht vergessen.

7. Besatz
Salmer und Pflanzen gehen immer. Salmer, Pflanzen, Welse und einige Garnelenarten ebenfalls.
Barsche und Pflanzen seltenst. Barsche und Salmer manchmal.
Regel: 0,5 cm Fisch pro Liter Wasser. Und dass ist schon viel. Hier ist weniger mehr.
Schwarmfische z.B. Neon nie unter 10 Stk. Panzerwelse nie unter 5 Stk.
Zwerggarnelen sowie L144 und CPO`s sind eine ausgefallene aber interessante und robuste Mischung für „Beginner“ die nicht dem Einheitstrott folgen wollen.
8. Zusätze
Wasseraufbereiter: meist nicht notwendig. Lassen sie das Wasser einige Minuten laufen bevor sie es abfüllen. Ein starker Wasserstrahl (Duschkopf) läst Chlor aus dem Wasser entweichen. Algenvernichter: brauchen sie nicht wenn sie die Punkte 1-9 beachten.


9. Mut
Mut einmal etwas mehr mal etwas weniger Wasser zu wechseln.
Mut einmal zwei Tage nicht zu füttern.
Mut das Licht einmal weniger lange brennen zu lassen.
Mut in Urlaub zu fahren und den Futterautomaten den Job machen zu lassen.
Mut zum Lesen. Lesen sie alles über Aquaristik was sie zu fassen bekommen.
Fast überall bekommt man einen neuen Aspekt zum Thema - aber machen sie sich ihre eigenen Gedanken. Lesen Sie wohlwollend aber kritisch.

Schluss:
Es geht. Das Hobby Aquaristik ist weit weniger zeitintensiv als man gemeinhin annimmt. Sie müssen nur fast alles richtig machen.

Der dumme lernt aus eigener Erfahrung, der kluge aus der Erfahrung der anderen.

Sie werden sehen es macht nicht nur Ihnen Spass.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Freude mit der Aquaristik
Ihr Holger Schumacher

Disclaimer.
Die hier aufgeführten Tips wurden von mir getestet und praktiziert.
Es ist dennoch möglich dass diese Methoden bei Ihnen nicht so oder anders funktionieren. Daher übernehme ich keine Gewähr.
Über weitere Tips und Tricks aus Ihren "Nähkästchen" freuen wir uns natürlich immer.
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Quelle: http://www.onguru.de